Je heller und bunter, umso besser – Weihnachten in Kanada

Durch den Umzug nach Kanada haben meine Familie und ich in diesem Jahr nicht nur beruflich die Gelegenheit, über den Tellerrand zu blicken, sondern auch privat. Passend zur Adventszeit gibt es deswegen einen kleinen privaten Einblick in (m)ein kanadisches Weihnachten…

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Advent, Advent, das Lichtlein brennt

Hell und bunt muss es sein

Mit viel „Pling, Pling. Glitzer, Glitzer!“ beginnt die Weihnachtszeit in Kanada direkt nach Halloween, also bereits im November. Während unser ausgehöhlter Kürbis von Halloween noch vor der Tür stand, begannen die ersten Nachbarn bereits, ihre Häuser weihnachtlich zu dekorieren.

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Weihnachtsdekoration in Windsor, Ontario – bunt muss es sein und leuchten

Weihnachtlich heißt hier in Kanada aber nicht, ein paar Sterne in die Fenster zu hängen oder Schwibbögen aufzustellen. Nein, es werden bunte Lichterketten an den Hausdächern befestigt und zumeist künstliche, sehr bunt dekorierte Weihnachtsbäume in die Wohnzimmer gestellt. Leuchtende Schneemänner, Weihnachtsmänner, Schlitten und so weiter zieren Vorgärten. Je mehr, umso besser – manch Einer macht einen Wettkampf daraus.

Die Hilfs- und Spendenbereitschaft ist groß

So kitschig ich persönlich die Deko finde, ein sehr guter Gedanke steckt dahinter: Es geht darum, im dunkelsten Monat des Jahres Licht in die Straßen und die Herzen der Menschen zu bringen.

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Canadian Pacific Holiday Train – 171 Stopps in Kanada und den USA

Meinen kanadischen Mitmenschen ist es insbesondere in dieser Zeit wichtig, Gutes zu tun und zu spenden. Es gibt viele kostenlose Veranstaltungen, in denen darum gebeten wird, Essen oder Geld zu spenden (z.B. Canadian Pacific Holiday Train, Christmas Parades, Sammelaktion von Konserven im Kindergarten etc.). Aus Deutschland kannte ich das nicht in diesem Maße.

Weihnachten im kleinen Kreis

Es ist mein erstes Weihnachten, das ich im Ausland verbringe. Selbst, als ich in Frankreich studierte, bin ich in die Heimat gereist. Es ist außerdem das erste Weihnachten, das wir als Familie mit zwei Kindern verbringen.

Vielleicht wird es seltsam sein, in diesem Jahr Weihnachten „nur“ zu Viert zu feiern und nicht mit der gesamten Familie. Bestimmt werden vor allem die Omas und Opas fehlen.

Doch ich freue mich darauf, in meiner kleinen Familie altbewährte Traditionen aufleben zu lassen und eigene, neue Weihnachtstraditionen einzuführen.

Erzgebirgstraditionen in Kanada

Ich stamme aus dem Weihnachtsland schlechthin: dem Erzgebirge. Handarbeit und Weihnachtstraditionen werden dort besonders traditionell gelebt. Mit diesen Traditionen bin ich aufgewachsen. Und genauso, wie ich bereits während meiner Jahre in Bremen und Kassel die sächsischen Traditionen fortführte, so mache ich das auch hier in Kanada. Der Schwibbogen steht im Fenster, der Räuchermann arbeitet täglich und die Pyramide dreht sich fleißig.

Bisher starten wir also genauso in die Adventszeit, wie wir es auch in Deutschland tun würden: Wir haben Plätzchen und Stollen gebacken sowie das Haus weihnachtlich dekoriert.

Natürlich gibt es bei uns einen echten Weihnachtsbaum – allerdings keinen Geschlagenen für 60 Dollar, sondern einen kleinen Baum im Topf, an dem wir auch im nächsten Jahr noch Freude haben werden.

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Weihnachtsbaum und Christmas Stockings

Neue Traditionen halten Einzug

Die Weihnachtszeit ist in diesem Jahr gekennzeichnet durch ein Herantasten und Vergleichen der unterschiedlichen Bräuche in Deutschland und Kanada. Dennoch haben wir bereits eine Sache von den Kanadiern übernommen: Die Christmas Stockings! Diese hängen nun auch in unserem Wohnzimmer und sicherlich wird das ein oder andere Geschenk darin landen.

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Auch im Kindergarten wird Weihnachten besprochen

Die Geschenke werden in Kanada in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember von Santa Claus bzw. Saint Nicholas gebracht. In unserer Familie kommt wie in jedem Jahr am Heiligabend der Weihnachtsmann. Ob er in diesem Jahr englisch oder deutsch spricht?

Ein Beitrag zur Expatmamas-Blogparade „Mein Weihnachten in….“ – Weihnachten in aller Welt.

 

Weitere Einblicke in das Leben als Expat-Familie

Viele weitere Geschichten und Bilder aus dem Alltag in Kanada gibt es auf Instagram.

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4 Gedanken zu “Je heller und bunter, umso besser – Weihnachten in Kanada

  1. Pingback: Weihnachten in Schweden – Ein Gastbeitrag zur Expatmamas-Blogparade | Expatmamas – im Ausland zuhause

  2. Pingback: Expatmamas-Blogparade: Mein Weihnachten in … | Expatmamas – im Ausland zuhause

  3. Ein sehr schöner Beitrag, Susan! Wir haben unser eigenes kleines Weihnachten zu viert immer sehr genossen. Mit kleinen Kindern werden euch die Großeltern sicher fehlen, aber versucht die Ruhe und „Viersamkeit“ zu genießen, ich finde es ist ein besonderes Geschenk und wird euch als Familie eng zusammen bringen. Noch eine schöne Adventszeit, ich liebe deinen „Adventskranz“!

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