Glück ist mehr als die Summe seiner Teile

Im März zieht sich der Winter zurück und der Frühling klopft an die Tür. Es wird wieder wärmer, die ersten Blumen sprießen. Es ist bekannt, dass Wärme und Sonne Glücksgefühle fördern. Und so überrascht es nicht, dass dieser Monat – auch durch den Weltglückstag am 20. März – ganz im Zeichen des Glücks steht.

Doch was macht eigentlich glücklich? Arbeit? Familie? Gesundheit? Geld?

Internationaler Tag des Glücks

Am 20. März wird der Internationale Tag des Glücks begangen, der 2012 auf Initiative von Bhutan ins Leben gerufen wurde, denn „als einziges Land der Welt misst Bhutan seinen Wohlstand nicht am Wirtschaftswachstum, sondern am Wohlbefinden seiner Menschen. [Dem] „Bruttonationalglück“ […]“.

Darf ich ehrlich sein? Bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es den Weltglückstag überhaupt gibt. Aber auch ohne diesen Tag zu kennen, habe ich mein Wohlbefinden schon immer reflektiert. Es gehört zu meiner Philosophie regelmäßig zu hinterfragen, ob mich mein Leben glücklich macht. Denn glücklich zu sein ist der Schlüssel zum privaten und beruflichen Erfolg. 

Nicht nur am 20. März, sondern jeden Tag sollte man also daran arbeiten, das zu tun, was glücklich macht. Doch besonders an diesem Tag wird weltweit mit Aktionen dafür sensibilisiert und zum Nachdenken angeregt.

Auf der Suche nach dem Glück

Für mich war Glück schon immer eine Mischung aus verschiedenen Dingen. Es macht mich glücklich,

  • eine wunderbare Familie und tolle Freunde auf der ganzen Welt verteilt zu haben.
  • mich beruflich zu verwirklichen.
  • Zeit mit meinen Kindern zu verbringen.
  • gesund zu sein.
  • die Welt entdecken zu können.

 

 

Vor kurzem hat mir eine Followerin auf Instagram das Buch „The Geography of Bliss: One Grump’s Search for the Happiest Places in the World“ empfohlen. Das Buch machte mich sofort neugierig, kein Wunder bei Kapiteln wie:

  • „The Netherlands: Happiness is a number“
  • „Bhutan: Happiness is a policy“
  • „Iceland: Happiness is failure“
  • „Great Britain: Happiness is a work in progress“
  • „America: Happiness is Home“
  • uvm.

Ich frage mich allerdings, warum es in dem Buch keinen Abschnitt über Dänemark gibt. Die Dänen leben mit ihrem Konzept des „Hygge“ das gemütliche, glückliche Leben vor. Eine Übersetzung des Wortes ist schwierig. Denn Hygge ist mehr als das, es ist eine Kunst und die dänische Lebensmentalität.

„[…] Das Wort [Hygge] geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Es stammt vom Germanischen Wort hyggja, was so viel bedeutet wie sich zufrieden wähnen oder fühlen. Es gibt keine exakte Übersetzung von Hygge, nur Annäherungen wie „gemütlich“ oder „heimelig“ – Wörter, mit denen man das gesamte Bedeutungsspektrum nicht erschließen kann. […]“

[Mehr dazu im Artikel „Diese 5 Regeln machen die Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt„]

Übrigens haben sich ganze Fachrichtungen und Arbeitsfelder dem Glück und der Forschung dazu verschrieben. Die Wissenschaft des Glücks wird als Positive Psychologie bezeichnet, ein Begriff, der in den 1950er Jahren vom amerikanischen Psychologen Abraham Maslow geprägt wurde. Wusstet ihr, dass es in Deutschland sogar ein Ministerium für Glück und Wohlbefinden gibt?

Kämpfer für das Glück: Ministerium für Glück und Wohlbefinden

Die deutsche Glücksministerin heißt Gina Schöler und ihr Ministerium ist eine Institution, die „Themen wie Glück und Wohlbefinden in den Fokus [stellt]. Durch unterschiedliche Herangehensweisen wird aufgezeigt, wie Glück aktiv in die Gesellschaft integriert werden kann und wie nachhaltig und wichtig Glückswissenschaft und Positive Psychologie ist. Hier geht es um gesellschaftliche Werte, um soziale Nachhaltigkeit, ein gutes Zusammenleben, Selbstfürsorge und Gemeinschaft, Lebensqualität, Prävention und seelische Gesundheit. Ein Ministerium voller frecher Aktionen, bunten Bildern, handfesten Ideen, Interaktionen und offenen Fragen. Ohne Klimmbimm – alltagstauglich, echt und authentisch.“ 

Es ist kein „echtes“ Ministerium, sondern ein interaktives Kunstprojekt und eine Initiative für bewusstes Leben. Doch das erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

In Zeiten steigender psychischer Erkrankungen (ja, da kommt die Psychologin in mir durch), Burnout, Boreout etc. kommt dem Glück eine immer wichtigere Bedeutung zu. Deswegen hat dieses Ministerium meines Erachtens genauso viel Daseinsberechtigung wie die Ministerien für Gesundheit, Arbeit, Familien oder Bildung.

Glück im Arbeitsalltag

Doch was hat das Alles mit Karriere zu tun? Eine ganze Menge natürlich. Denn nur, wer beruflich das macht, was ihn bzw. sie erfüllt, wird glücklich sein. Und umgedreht. Wer glücklich ist, startet mit viel mehr Freude in den Tag und mit viel mehr Energie in die Arbeit.

Glück!
„Wo hast du das gefunden?“
„Ich habs selbst gemacht!“

[aus dem Artikel „Glück: Was wirklich glücklich macht“]

Entgegen mancher Aussagen ist Glück nichts, das uns einfach zufliegt. Es kann nur von innen kommen und daran muss man arbeiten. Zehn Hilfestellungen dafür finden sich im Guidebook für ein glücklicheres Leben auf actionforhappiness.org.:

  1. Dinge für andere tun
  2. Eine Beziehung zu anderen herstellen
  3. Auf den Körper achten
  4. Achtsam leben
  5. Lebenslanges Lernen
  6. Ziele setzen
  7. Sich erholen und durchatmen
  8. Gefühle beachten
  9. Sich selbst akzeptieren
  10. Teil von etwas Größerem sein

Funfact: Das Kleeblatt als Glücksbringer

Einer der bekanntesten Glücksbringer ist das vierblättrige Kleeblatt. Es kommt in der Natur nur selten vor und soll dem Finder Glück bringen. Der Legende nach „nahm Eva ein vierblättriges Kleeblatt als Andenken mit, als sie aus dem Paradies vertrieben wurde. Sie wollte wenigstens etwas bei sich tragen, das sie immer an die glückliche Zeit im verloren gegangenen Paradies erinnern sollte. So kam es, dass in der Folgezeit ein vierblättriges Kleeblatt als gutes Omen angesehen wurde.“

Nicht zu verwechseln ist dieser Glücksbringer allerdings mit dem irischen Kleeblatt (shamrock). Denn dieses hat nur drei Blätter, die für die Dreieinigkeit stehen sollen. Dies ist das Symbol des St. Patrick’s Day, der am 17. März begangen wird.

Wer mehr wissen will…

Wer sich noch intensiver mit dem Glück auseinandersetzen möchte, kommt hieran nicht vorbei:

Zu guter Letzt: Hilfe zur Selbsthilfe

In zwei meiner früheren Artikel gebe ich Tipps zur Reflexion:

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